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Nachgefragt…

…in dieser Reihe fragen wir Profi-Mütter wie sie den Spagat zwischen Mutterdasein und Businessaufbau so schaffen. 

Ich bin…

Mein Name ist Corina Schomaker, 40 Jahre, Diplom-Freizeitwissenschaftlerin, glücklich verheiratet, einen Sohn, der im Juli 3 Jahre wird und eine Tochter, die im Juli geboren wird. Wir leben im wunderschönen Potsdam am Wasser. Ich bin Transformationscoach und unterstütze Frauen, Klarheit in ihre Gedanken und Gefühle zu bekommen, ihren persönlichen Lifestyle zu designen und ihren wahren Wert zu schätzen lernen.

 

Viele Jahre nicht gehandelt

Nun bin ich 40 Jahre alt und habe es geschafft, dass ich ich bin. Was bedeutet das eigentlich?

Ich habe viele Jahre gut gelebt, als Führungskraft gut verdient und dennoch wurde ich nach und nach unzufriedener. Familiäre Schicksalsschläge kamen hinzu und nahmen mir zusätzlich Kraft, meinen Träumen von einer Selbständigkeit nachzugehen. Mein Vater erkrankte schwer und wir pflegten ihn 8 Jahre zuhause bis er verstarb. Meine Mutter bekam immer wieder Krebs.

 

Schicksalsschläge, die einen umdenken lassen.

Ich war der lebensfrohe Motivator unserer Familie, die immer mehr zusammenwuchs. Mit gemeinsamer Stärke fuhren wir trotz Rollstuhl und Krankheit in Urlaube und gingen auch mal ins Theater oder in die Oper. Trotzdem hatte natürlich jeder sein eigenes Leben zu meistern. Als meine Mutter zum 6ten Mal Krebs bekam und nach langer Krankheit sechs Wochen vor der Geburt unseres inzwischen fast dreijährigen Sohnes verstarb, kam unser Sonnenschein zur Welt. Da war mir eines sofort klar: Jetzt ändere ich mein Leben!

Ich wollte etwas weitergeben, mehr Zeit mit meiner kleinen Familie verbringen und nicht zurück in einen 60-80-Stunden-Job. Meine Eltern waren immer für uns da. Ich wollte flexibel, Unternehmerin und Mutter zugleich sein. Dieses Mal handelte ich sofort und nahm während meiner Elternzeit ein langjähriges Mentoring Programm wahr.

 

Wie sollte es beruflich weitergehen?

Schlaue Sprüche wie “Einer kommt, einer geht.” hatten viele parat, sie halfen mir jedoch nicht weiter. Was mich in dieser schweren Zeit beruflich weitergebracht hat, waren ein Coach, der gemeinsam mit mir meine Vision auf Papier gebracht hat und mich darin bestärkte, endlich ins Handeln zu kommen. Denn ich träumte schon sehr lange davon, genau wie mein Vater, selbständig und unabhängig zu sein. Plan B Festanstellung war keine Option mehr.

Der Gedanke andere Frauen auf ihrem Weg zu unterstützen wurde immer stärker, gab mir Energie und brachte mich innerlich zum Strahlen.

 

Ich wollte schon sehr früh wie mein Vater sein, er war eines meiner Vorbilder, der über die Jahre aus dem Nichts heraus etwas geschaffen hatte. Aber nach meinem Studium zur Diplom-Freizeitwissenschaftlerin wollte ich alles allein schaffen, keinen Job per Vitamin B. So kam ich in den Genuss über ein Jahrzehnt deutschlandweit Shopping Center als Center Managerin zu leiten. Es hat mir natürlich sehr viel Spaß gemacht, dazu verdiente ich sehr gut und ohne Kinder ist es auch wesentlich einfacher, von einem Ort in den anderen zu ziehen.

 

Mein Hamsterrad

Aus heutiger Sicht kann ich sagen, dass ich in dem Hamsterrad drinsteckte, kein Risiko eingehen zu wollen. Aber eine innere Stimme sagte immer wieder, Selbständigkeit wäre ideal, unabhängiger und freier. Heute weiß ich, dass ich nur im Außen suchte.

Eine andere Stimme war meine Mutter, die immer wieder betonte, wie sicher es ist, so einen gut bezahlten Job zu haben und dass ich DEN doch nicht wirklich aufgeben wolle!?

Viele Jahre war ich hin- und hergerissen zwischen diesen Gefühlen, so dass ich alle paar Jahre den Arbeitgeber wechselte und mir erhoffte, dass es besser werden würde. Das einzige, was besser wurde, war das Gehalt. Die Tätigkeit änderte sich inhaltlich nicht und der Job erfüllte mich immer weniger.

 

So kam es, dass ich mich nach meiner Elternzeit letzten Sommer von meinem Arbeitgeber getrennt habe und in die Selbständigkeit ging, nachdem ich meine fast über 1-jährige „Testphase“ gut überstanden hatte.

 

Mein Ehemann und die Vereinbarkeit

Ich bin meinem Mann sehr dankbar, der immer fest an mich glaubt und mir Kraft zum Weitermachen gibt, wenn es mal nicht so läuft, wie ich es mir vorstelle. Das gehört vor allem am Anfang eines jeden Business dazu.

Mein Mann und ich funktionieren wie ein Zahnrad. Er frühstückt mit dem Kleinen morgens, ich bringe ihn zur Kita und arbeite bis ich ihn um 15 Uhr wieder abhole. Dann ist Familienzeit. Am Wochenende ist Familienzeit.

Jede Mutter/ werdende Mutter kann gleichzeitig Unternehmerin sein und muss sich nicht entscheiden, entweder Mutter oder Unternehmerin!

 

 

Meine 3 Tipps an Dich

  1. Such Dir einen Coach oder mach einen Onlinekurs, je nachdem, was besser zu Dir passt, aber informiere Dich vorher genau darüber.
  2. Vertraue immer auf Deine Intuition.
  3. Lauf nicht einfach los und schmeiß Dein Geld aus dem Fenster, sondern mach Dir Gedanken, schreibe Dir alles auf, was Du willst, wo Du hinwillst, was genau Deine kurz-, mittel- und langfristige Vision ist etc.

 

 

“Ein Leben, das nicht zu einem passt, ist ein verpasstes Leben.” – Gerhard Uhlenbruck

 

www.corinaschomaker.de

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Autorenbox:

Als Transformationscoach unterstützt die bald zweifache Mutter seit 2 Jahren andere Frauen dabei, Klarheit in ihre Gedanken- und Gefühlswelt zu bekommen, um direkt ihren persönlichen Weg zu starten. Corina bringt 15 Jahre Berufserfahrung mit und hat viele Frauen dabei beraten, ihren wahren Wert kennen und schätzen zu lernen. Design your lifestyle!